30.04.2012
Business-Software
Von: Ingo Steinhaus

Werkzeugkasten für das iPad

Das Evernote-Universum

Das iPad findet in Unternehmen mehr und mehr Anhänger. Höchste Zeit, den iPad-Werkzeugkasten für das Business aufzufüllen. Heute: Nützliche Apps rund um Evernote.


Werkzeugkasten für das iPad

Evernote ist ein Notizprogramm. Das klingt im ersten Moment furchtbar langweilig, doch die App hat es in sich. Kurze Texte zu speichern bringt zunächst einmal keinen echten Mehrwert. Doch mit den zahlreichen Funktionen von Evernote wird die Cloud zum idealtypischen Ideenspeicher für alle Leute, die Einfälle, Gedanken, Fundstücke, Konzepte, Skizzen, Weblinks, Webinhalte, Fotos oder O-Töne aufheben wollen.

Evernote ist in erster Linie ein Service, der Notizen jeder Art speichert und über eine Vielzahl von Plattformen synchronisiert. Eine Notiz in Evernote kann ein Text, eine Liste mit Ankreuzfeldern, ein Link, der Inhalt einer Webseite, ein Foto oder eine Audionotiz sein. Texte können dabei beliebig lang sein und sogar Grafiken, Tabellen und die üblichen Formatierungen enthalten.

Neben der WebApp gibt es Programme und Apps für Windows, Mac, iOS, Android, BlackBerry und Windows Phone. Außerdem bietet Evernote Erweiterungen für Safari, Chrome und Firefox sowie für alle anderen Browser "Bookmarklets" (Lesezeichen mit Skripting-Funktion) an, die eine Webseite in Evernote speichern.

Die komfortablen Clients zum Beispiel für Windows erlauben die Offline-Arbeit an den Notizen. Auch auf Mobilgeräten zeigt sich Evernote sehr flexibel. So landen Fotos oder Audio-Clips automatisch nach dem Aufnehmen mit der Evernote-App im Speicherbereich des Cloud-Dienstes. Zu allem Überfluss können auch E-Mails an den eigenen Evernote-Zugang gesendet werden, die dann als Notiz gespeichert werden.

Die Notizen landen auf Wunsch in unterschiedlichen Notizbüchern und werden durch Schlagworte ("Tags") für eine Suche aufbereitet. Der Text kann übrigens auch verschlüsselt werden. Eine besonders schicke Funktion: Abfotografierte oder gescannte Dokumente werden mit OCR (Optical Character Recognition) in les- und bearbeitbare Notizen umgewandelt.

Der Webdienst sowie die verschiedenen Apps für alle Plattformen sind kostenlos, aber nur bis zu einer bestimmten Datenmenge, die pro Monat übertragen werden darf. Der Speicherplatz für Notizen ist dagegen nicht begrenzt. Das kostenlose Maximalvolumen liegt im Moment bei 60 Megabyte. Wer mehr will, muss für rund 35 Euro im Jahr den Premium-Zugang buchen.

Neben dem erhöhten Volumen von einem Gigabyte pro Monat bietet die Bezahlvariante von Evernote zwei Extras: Zum einen die Möglichkeit, PDFs zu durchsuchen und zum anderen eine Funktion zum gemeinsamen Bearbeiten von freigegebenen Notizen (Die kostenlose Version kennt nur Lesefreigaben).

Kurz: Evernote bietet alles, was überhaupt mit dem Konzept "Ich notiere mir was" vorstellbar ist und mehr. Wegen der offenen Programmierschnittstellen ist rund um Evernote ein ganzes Universum aus etlichen Dutzend Apps entstanden, die entweder bestimmte Inhalte in die Cloud senden oder aber die Arbeit mit Evernote vereinfachen. Eine Auswahl:

  • Oft ist der Weg über die Evernote-App etwas zu umständlich. Wer nur schnell ein paar unformatierte Textzeilen als Notiz in Evernote "abwerfen" will, sollte FastEver XL einsetzen. Die App ist sehr gut für die schnelle Eingabe von knappen Entwürfen in ein Standardnotizbuch geeignet, kann aber auch Tags vergeben und in anderen Notizbüchern speichern.
  • PostEver eine einfache Journal-App für tägliche Notizen. Damit werden mit einem Datum versehene Aufzeichnungen unformatiert in eine frei benennbare Evernote-Notiz eingetragen. Dadurch entsteht ein Tagebuch-Dokument, das später mit jedem Evernote-Client weiter bearbeitet werden kann.
  • Skitch kommt von Evernote und ist einfaches, aber recht leistungsstarkes Bildbearbeitungsprogramm. Es erlaubt das schnelle Kommentieren, Vergrößern und Verkleinern, Drehen und Freigeben von beliebigen Bildern und gerade geknipsten Fotos. Außerdem ist es möglich, mit Hilfe von Werkzeugen wie Stift, Marker, Rechteck, Linie und Kreis Skizzen oder handschriftliche Notizen in Evernote zu speichern.
  • Zeichnungen und Handschriftnotizen gelingen besser mit einer speziellen App. Es gibt inzwischen eine Vielzahl dieser Apps, Penultimate ist die beliebteste.
  • Clearly ist ebenfalls eine App von Evernote. Sie bietet einen ähnlichen Service wie Instapaper, Readability oder Pocket (ehemals Read It Later): Webseiten werden in einem gefälligem, buchseiten-artigem Layout angezeigt. Der Service funktioniert zur Zeit aber nur in Google Chrome und Mozilla Firefox Mit einem Mausklick landet der angezeigte Webinhalt in Evernote.
  • SoundEver ist keine echte iPad-App, sondern arbeitet lediglich in der iPhone-Bildschirmauflösung. Sie ist aber auch auf dem iPad sehr nützlich: Nach dem Aufruf kann eine Audionotiz eingesprochen und automatisch an Evernote gesendet werden. Da die App bei Bedarf auch direkt nach dem Start mit der Aufnahme beginnt, ist sie für besonders für schnelle Audionotizen geeignet.

Bildquelle: freni / pixelio.de


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