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Der Kunde will es einfach und bequem
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Thomas Edison Stock Telegraph
In Leipzig war Buchmesse und der Branche ist zum E-Book nicht so furchtbar viel eingefallen - nur die umstrittene Zahl, das 60% aller genutzten E-Books illegale Downloads sind. Kritiker finden, dass die mitgezählten Angebote rechtefreier und kostenloser E-Books mit "illegal" irgendwie falsch bezeichnet sind. Aber die Zahl ist nun in der Welt und wird uns sicher in den nächsten Jahren noch oft um die Ohren gehauen.
Wer eher an pragmatisch-unaufgeregten Analysen interessiert ist, sollte den Blick auf die englischsprachigen Angebote richten. So hat sich zum Beispiel "Monday Note" in drei recht ausführlichen Artikeln mit E-Books (und Apps) beschäftigt: Hier, hier und hier. Und der O'Reilly Radar richtet sich auf die Preisgestaltung von E-Books.
Auch die US-Verlage sehen trotz aller Euphorie für die neuen Möglichkeiten das Problem der Piraterie und nehmen es ernst. Sie analysieren es aber auch ohne Geschäftsmodellnostalgie. Das zeigt eine Diskussion im O'Reilly Radar, an die sich ein längeres Statement eines O'Reilly-Autoren anschließt. Er argumentiert nachvollziehbar, dass Piraterie kein Preissignal setzt. Sie weise eher darauf hin, das ein E-Book-Angebot nicht einfach und bequem für den Kunden sei: "The inconvenience of current downloads and streams are not a technology problem, they're a business problem."
Auch andere Entwicklungen werden in den Techblogs kritisch, aber ohne kulturkritischen Wortschwall begleitet. So fragt sich ReadWriteWeb, auf welche Weise Technologie unsere sozialen Beziehungen verändert und TechCrunch beschäftigt sich mit den "Economics of Emotion", die durch Technologie verstärkt werden. Und Microsofts Danah Boyd warnt vor einigen Folgen der sozialen Netzwerke.
Doch "Social" ist schon Alltag, der nächste große Hype ist vielleicht das "Internet der Dinge". Es erfordert allerdings andere Technologien als die bekannten, zum Beispiel stromsparende Prozessoren, die weniger verbrauchen als die aktuelle Chip-Generation. Doch Kühlschränke mit IP-Adresse sind nicht alles. Die Bastelfans von "The Verge'" haben ein paar Leute gefunden, die einen Börsenticker aus dem späten 19. Jahrhundert und eine fast 100 Jahre alte Balgenkamera digital aufrüsten. Hoffentlich führt so etwas nicht zu Entrüstung bei den modernen Geräten.
Bildquelle: Ames Bielenberg (Privat)
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