So sehen E-Mails gut aus
Hauptsache gut aussehen!
Viele Menschen verbringen (zu) viel Zeit mit dem Bearbeiten von E-Mails, auch im mobilen Internet. Daher ist es für Unternehmen wichtig, E-Mail-Werbe-Newsletter an die Gegebenheiten mobiler Endgeräte anzupassen. Wie man dabei seine (Werbe)-Botschaften gut aussehen lässt, skizziert Volker Wiewer, CEO der eCircle GmbH.

1. HTML- und Text-Version anbieten
Da E-Mail-Nachrichten meistens sowohl auf dem PC als auch auf dem Handy gelesen werden, ist es sehr wichtig, sie immer so zu versenden, dass sie auf jedem Gerät problemlos geöffnet werden können. Der Empfänger muss sich für eine optimale Darstellung immer zwischen einer HTML- und einer Text-Version entscheiden können. Außerdem sollte auf jeden Fall ein Link zur HTML-Webversion des Newsletters integriert sein, denn die mobilen Browser haben oft bessere Darstellungsmöglichkeiten als die mobilen E-Mail-Programme.
2. In der Kürze liegt die Würze
„Kurzfassen“ heißt es für die Betreffzeile und den Absendernamen – da die Darstellungsmöglichkeiten der einzelnen Geräte sehr unterschiedlich sein können, müssen schon die ersten Zeichen überzeugen und im optimalen Fall zur Handlung auffordern. Auf einem kleinen Screen zu lesen ist anstrengend und deshalb sollte man auch die Textlänge der mobilen E-Mail unbedingt kurzhalten und sich auf die wichtigsten Angebote, Schlagwörter und Themen beschränken. Um in einem generischen Newsletter das richtige Maß an mobiler Information für den Empfänger zu finden, ist eine Auswahl von maximal drei Überschriften sinnvoll. Dabei ist auch zu bedenken, dass auf dem Display auf den ersten Blick nur ca. 100 Zeichen oder 20 Wörter zu sehen sind – darin muss enthalten sein warum der Empfänger unbedingt weiterlesen sollte.
3. Darstellung und Design
Die durchschnittliche Auflösung eines Smartphones beträgt 320x480 Pixel und auch für ein noch so schönes Layout wird die Fläche nicht größer. Grafiken und Bilder müssen unbedingt mobilkompatibel, also klein und ggf. trotzdem lesbar sein. Mit professionellen E-Mail-Marketing-Technologien lässt sich das klassische E-Mail-Layout mit einem Klick automatisch in eine mobile Version umwandeln.
Der Gerätetyp des Mobiltelefons spielt für das E-Mail-Layout keine Rolle, das Betriebssystem aber schon – allerdings ist das für E-Mail-Marketer ein bekanntes Problem. Denn auch im „normalen“ Web unterstützen die verschiedenen E-Mail-Programme unterschiedlich gut CSS, eine Programmiersprache, die Anweisungen enthält, wie bestimmte Elemente dargestellt werden sollen. Klassischerweise behilft man sich damit, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. So umgeht man es auch x verschiedene Versionen bauen zu müssen. Links müssen mit dem Finger auf dem Touchscreen gut zu bedienen sein und sollten daher separat stehen.
4. Selbstbestimmung des Nutzers
Der Kunde sollte immer die Wahl haben, ob er die mobile oder die Web-Version angezeigt bekommen möchte. Deshalb ist es wichtig, auf jeden Fall immer beides zur Verfügung zu stellen. Idealerweise sollte direkt bei der Anmeldung zum Newsletter danach gefragt werden. Laut E-Mail-Marketing Sherpa Guide fragen über 80 Prozent der E-Mail-Marketer ihre Subscriber noch gar nicht nach ihrem bevorzugten Kanal.
5. Wie immer: Inhalte sind essentiell
Man sollte bereits im Vorfeld genau überlegen, welche Inhalte und Informationen aus einem E-Mail-Portfolio dem Empfänger auch mobil Nutzen bieten. Auf dem persönlichsten aller Werbeträger sind unerwünschte E-Mails noch viel ärgerlicher als auf dem PC oder Laptop – nur mit wirklich interessantem Inhalt hat man die Chance, Kunden zu einer App, einem Mobile Shop oder Storefinder zu führen. Gerade im M-Commerce kämpfen die Verkäufer mit der kleinen Darstellung auf den Smartphones – umso wichtiger ist die Selbstbeschränkung auf die relevantesten Angebote.
6. Vergrößerung des mobilen Verteilers
Mobile ist nicht nur in Bezug auf den Versand ein wichtiger Kanal im E-Mail-Marketing. Über dieses Medium lässt sich auch effektiv ein Adressverteiler vergrößern. Deshalb sollte auf mobilen Websites immer eine gut sichtbare Anmeldung zum Newsletter zu finden sein. Eine weitere Möglichkeit ist eine Anmeldung via SMS direkt am POS oder POI. Der User schreibt einfach eine SMS mit seiner E-Mail-Adresse an eine vor Ort kommunizierte Kurzwahl und diese wird bei professionellen Technologien dann automatisch in den Verteiler übernommen.
7. Testen, testen, testen
Wie generell im E-Mail-Marketing gilt das Motto „Testen, testen, testen“: ob Bilder richtig angezeigt werden oder alle wichtigen Schriften gut zu lesen sind. Wichtig ist auch zu wissen, wie die Links auf den unterschiedlichen Geräten gerendert werden, denn manche Geräte unterstützen z.B. keine Hotlinks – hier muss man also die komplette E-Mail-Adresse angeben.
Sind diese Basics der Darstellung gelöst und berücksichtigt, kann man sich Gedanken über weitere mögliche Szenarien machen. Besonders Location Based Services und Geotargeting sind Themen die immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.
Bildquelle: iStockphoto.com/diane39
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