06.12.2011
Cloud Computing, Recht
Von: Dr. Claudia Rudisch

Microsoft-Offensive beim Datenschutz im Cloud Computing

Orientierungshilfe veröffentlicht

Microsoft hat sich die „Orientierungshilfe – Cloud Computing” des Arbeitskreises Technik und Medien der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder zum Maßstab genommen und in konkrete Vertragsbestimmungen für Office 365 umgesetzt.


Damit unterstützt das Unternehmen Office 365-Kunden, ihrer rechtlichen Verpflichtung zum Datenschutz einfacher nachzukommen. Ab Mitte Dezember stehen den Kunden neue Vertragsdokumente zur Verfügung, die neben anderen datenschutzrechtlichen Regelungen auch EU-Regelungen beinhalten.

„Europa und Deutschland setzen beim Datenschutz hohe Standards. Cloud-Computing-Anbieter müssen diesen Anforderungen entsprechen, um verlässliche Partner zu sein”, erklärt Professor Dr. Peter Bräutigam, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Informationstechnologierecht, Noerr LLP. „Microsoft nimmt im Rahmen der Vorgaben – insbesondere bei dem Cloud-Angebot Office 365 – eine Vorreiterrolle ein, indem es jedem Kunden Model Clauses in Kombination mit einer Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung anbietet“, erklärt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland GmbH und Area Vice President. „Das war stets für die Kunden ein relativ großer Aufwand. Mit der Umsetzung der Orientierungshilfe und dem Veröffentlichen der entsprechenden Dokumente an zentraler Stelle schaffen wir Transparenz“, so Haupter.

Ziel ist es, der unternehmerischen Verantwortung bei der Bereitstellung und Nutzung moderner Technologien nachzukommen. Die jetzt vorgestellte Transparenz ist ein Zwischenziel bei der Umsetzung von CTR. Durch verlässliche, öffentliche und nachprüfbare Aktivitäten soll Vertrauen der Kunden in neue Technologien geschaffen werden. 
In Kombination mit den EU-Model-Clauses, der ISO-Zertifizierung und weiteren Prozessstandards, wie beispielsweise der Auftragsdatenverarbeitung (Data Processing Agreement), soll den Kunden eine rechtlich abgesicherte und pragmatische Lösung geboten werden.

Hintergrund: EU-Standardvertragsklauseln 


Die EU-Standardvertragsklauseln sind von der Europäischen Kommission vorgegebene Vertragsklauseln, die den Datentransfer zwischen Unternehmen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union regeln. Die Vertragsklauseln stellen hohe Anforderungen an Anbieter cloudbasierter Lösungen. Sie sorgen künftig für mehr Transparenz bei der Auftragsdatenverarbeitung der Online Services für Office 365. Dazu zählen beispielsweise ein sehr ausdifferenziertes Auditrecht oder die Offenlegung der Subunternehmerverträge.

Die EU-Model-Clauses für Office 365 stehen künftig innerhalb des Trust Center zum Download zur Verfügung.

www.microsoft.de

Bildquelle: © Flavio Takemoto/www.sxc.hu


Mobile Security
Datenmissbrauch: Abschied von der Privatsphäre

Mobile Banking
App statt Bankbesuche

M-Commerce
Stationärer Handel vs. Online war gestern: Mehrkanalhandel boomt

Jobs auf MOBILE BUSINESS

Mobil Business Newsletter

Dass private Daten gesammelt werden, ist allen klar. Doch nicht zuletzt aufgrund immer ausgeklügelterer Software-Analysen droht jetzt die Totalüberwachung.... mehr lesen »

Mal eben den Kontostand checken, eine dringende Überweisung tätigen oder noch schnell rentable Wertpapiere ergattern – mit einer modernen Banking-App können Nutzer Finanzgeschäfte jederzeit per Smartphone durchführen... mehr lesen »

Der mobile Shopper ist anspruchsvoll und erwartet viel von den Webseiten, auf denen er mit seinem Endgerät unterwegs ist: Schnelle Ladezeiten, hochwertige Bilder und Produktbeschreibungen werden vorausgesetzt... mehr lesen »