Mobile Marketing bei CenterCourt.de
Vom Tennisplatz direkt in den Shop
Deutschlands führender Versandhändler für Tennissportartikel macht seinen Katalog fit für das mobile Internet und will somit weitere Käuferschichten ansprechen.

Ab sofort geht CenterCourt.de, laut eigenen Angaben Deutschlands führender Versandhändler für Tennisbedarf, in puncto Abverkauf und Kundenbindung neue Wege: Mit Hilfe der einer Lösung für das Mobile Marketing will der Anbieter für spontane Kaufimpulse direkt auf dem Tennisplatz sorgen. Zentrales Medium der Smartphone-Anwendung sind QR- und Barcodes, die etwa auf Balldosen oder Tennisschlägern aufgebracht werden. Verbrauchsmaterialien wie Tennisbälle lassen sich so mit wenigen Klicks direkt nach dem Match nachbestellen. Und nach einer Proberunde kann sich der Spieler bei CenterCourt.de über das neue Schlägermodell informieren und es sogleich ordern. Auch der Katalog des Versandhändlers ist mit QR-Codes ausgestattet. Interessenten erhalten mit deren Hilfe zahlreiche Zusatzinformationen, Fotostrecken und Videos zu den jeweiligen Produkten – und werden so auf direktem Wege vom Medium Print in den Webshop geführt.
Frei kombinierbare Kommunikationsangebote
Durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones und die steigende Bedeutung von Mobile Marketing kam das Thema bei CenterCourt.de erstmals auf die Tagesordnung. Neben den üblichen Auswahlkriterien standen im Auswahlprozess des Mobile Marketing Tools vor allem Individualisierungsmöglichkeiten im Fokus. Denn ein wesentliches Merkmal, das das SMINNA-Tool des Hamburger Unternehmens milabent auszeichnet, ist die große Vielfalt optionaler, frei kombinierbarer Kommunikationsangebote: So kann der Smartphone-Nutzer nicht nur vertiefende Informationen und Coupons beziehen, sondern auch mit Kundenberatern in Kontakt treten, multimediale Inhalte aufrufen, an Promotionsaktionen, Umfragen und Abstimmungen teilnehmen, Facebook-Fan werden, Bewertungen abgeben, Angebote weiterempfehlen oder eben spontan einen Artikel bestellen. Die Resultate aller Maßnahmen lassen sich zudem lückenlos tracken, so dass sie laufend optimiert werden können.
Neben den auf Tennisschlägern oder Balldosen aufgebrachten QR-Codes, gibt es eine Verknüpfung der Inhalte des Print-Kataloges mit den Mobile-Marketing-Anwendungen von SMINNA. Die Nutzer können so durch den Katalog blättern, mit dem Smartphone QR-Codes scannen und erhalten dann zum Beispiel weitere Produktinformationen zum Tennisschläger von Rafael Nadal, der Tourplayer-Kollektion von Caroline Wozniacki oder Videos von Roger Federer. Für Tennisliebhaber entstehen mit der neuen Anwendung ganz neue Möglichkeiten, sich vor dem Kauf detailliert über die Artikel zu informieren.
Spontaneres Kaufverhalten?
Ob die Anwendung zu einem spontaneren Kaufverhalten seitens der Nutzer führt, lässt sich zwar noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Auf jeden Fall sieht sich CenterCourt.de als Branchenpionier im Mobile Marketing mit einem hohen Maß an Innovativität gegenüber der jungen Zielgruppe. Die Motivation liegt für den Versandhändler darin, über zusätzliche Anreize und neue Formen der Kundenbindung den Abverkauf über den mobilen Kanal zu steigern. Die Resonanzen zeigen, dass das neue Angebot gut angenommen wird: So hat sich die Nutzung der QR-Codes in der jetzt vorliegenden zweiten Auflage des Katalogs nahezu verdoppelt. Auch die Nutzungsdauer und die Einbindung der Nutzer sind durch die Bündelung unterschiedlichster Services überdurchschnittlich hoch, so dass CenterCourt an die Erschließung weiterer Anwendungsgebiete mit SMINNA denkt.
Durch eine effiziente Zusammenarbeit der Spezialisten auf beiden Seiten war der Zeitaufwand für die Umsetzung der Anwendung vergleichsweise gering. Die Lösung vereinfacht das Management mobiler Kampagnen soweit, dass CenterCourt seine Mobile-Marketing-Maßnahmen mit Hilfe einer intuitiv angelegten Backend-Oberfläche selbst steuern kann. Ein großer Vorteil, denn dadurch macht sich der Versandhändler unabhängig von IT-Dienstleistern und Designern, wird flexibler und verkürzt die Taktung seiner mobilen Branding- oder Abverkaufskampagnen. Zudem entfallen die Kosten für eine teure Eigenentwicklung.
Interview mit Michael Martens, Geschäftsführer CenterCourt.de
Her Martens, welche Ziele wollten Sie mit der Mobile-Marketing-Anwendung erreichen?
Michael Martens: Kurzfristig wollen wir uns im Nischenmarkt „Tennisartikel“ als Innovationsführer positionieren und unseren Kunden einen Zusatznutzen bieten. Längerfristiges Ziel ist die Etablierung eines weiteren Vertriebskanals „Mobile Shopping“ mit entsprechenden Umsatzsteigerungen.
Welche Vorteile bringt Ihnen die Anwendung heute, bzw. was geht heute schneller und besser als zuvor?
Martens: Wir haben die erste Etappe des Projektes erfolgreich beendet, die die Aufwertung unseres Kataloges und einzelner Produktgruppen zum Ziel hatte. So können unsere Kunden Tennisschläger zum Testen ausleihen und haben jetzt die Möglichkeit, mit einem einfachen Scan des EAN-Codes auf dem Racket viele weitere Infos zu dem Produkt zu erhalten oder es neu zu bestellen.
Führt das Tool tatsächlich zu einer Abverkaufssteigerung?
Martens: Umsatzsteigerungen durch Mobile Shopping standen im ersten Abschnitt des Projektes nicht im Mittelpunkt, sind aber natürlich für die weiteren Projektetappen anvisiert.
Wie ist die Resonanz der Nutzer, welches Feedback gibt es?
Martens: Die Resonanz war sehr positiv – die Anwendung wird von unseren Kunden angenommen, insbesondere der jüngeren Zielgruppe. Die Nutzerstatistik für 2011 zeigt von Monat zu Monat eine deutlich steigende Aktivität.
Wie viel Arbeitszeit beansprucht die Anwendung im Unterhalt, wie hoch ist der Aufwand insgesamt?
Martens: Der Zeitaufwand für den Unterhalt der Anwendung ist eher gering – es hängt aber von den konkreten Zielen ab, für die man es nutzen will. Neuen Content und kontinuierliche Aktualisierungen müssen wir natürlich mit entsprechendem Aufwand selber liefern.
Bildquelle: © Rainer Sturm/pixelio.de
Meistgelesene Artikel
GeekWatch
Der Anfang von allem
Nach HP und Microsoft verliert Oracle offenbar den nächsten Großkunden
IBM ersetzt Siebel durch SugarCRM
BT-Studie: Risiken neu bewerten
Cybercrime und private Endgeräte bereiten Sorgen
Ernsting’s Family setzt auf Logstar und SAP EWM
Mehr Flexibilität beim Warehouse Management
Lifesize holt Uwe Klatt
Neuer Vertriebsleiter für EMEA
Meistgelesene Interviews
Interview mit Jochen Glaser, Mellmo
Mobile BI auf Präsentationsebene
Interview mit Martin Rückert, SAP
Business-Intelligence-Apps müssen zum Gerät passen
Peter Hensinger, Diagnose-Funk
Kritische Grenzwerte bei der Mobilfunkstrahlung
Interview mit Oliver Oursin, IBM
Kein Buch auf dem Smartphone schreiben
Interview mit Dr. Stefan Jensen, Qliktech
Einfach, schnell und sicher














