Harald Klingelhöller, VOI
„Zugriff ist keine Einbahnstraße"
5 Fragen an Harald Klingelhöller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des VOI e.V. zum Mobilen Dokumentenmanagement

Harald Klingelhöller ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des VOI e.V.
Wie schätzen Sie derzeit die Nachfrage
von Unternehmen nach mobilem Dokumentenmanagement ein?
Harald Klingelhöller: Mobilität spielt in vielen Unternehmen eine zunehmende Rolle. Es wird immer wichtiger, dass Daten und Informationen
unabhängig von Zeit und Ort, aber unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards,
zur Verfügung stehen. Selbst komplexe Datenzusammenhänge müssen zeitnah und flexibel aufrufbar und gegebenenfalls auch analysierbar sein.
Aus welchen Branchen kommen die meisten Anfragen?
Klingelhöller: Es verteilt sich gleichmäßig auf Firmen der Logistik- und Baubranche, und auch im Bereich
Lagerverwaltung und in außendienstintensiven Branchen wie z.B. Versicherungen verzeichnen wir eine
Nachfrage.
Für welche Anwendungsfelder lohnt sich der Einsatz einer App?
Klingelhöller: Hier sind die Möglichkeiten breit gefächert: Überall, wo die rasche Auskunftsfähigkeit eine Rolle spielt – z.B. im Hinblick auf Kundenzufriedenheit – ist auch der schnelle Zugriff auf relevante Dokumente essentiell. Ebenso wenn es darum geht, dass Dokumente fristgerecht von mehreren Personen bearbeitet werden müssen, die nicht am gleichen Standort sind. Im Bereich der Dokumentation lassen sich z.B. bei Bau- oder Ortsbegehungen Bilder aufnehmen und direkt hochladen, oder der Versicherungsmitarbeiter kann Schadensfälle dokumentieren und gleich an die Zentrale weiterleiten.
Was macht eine gute App für mobiles Dokumentenmanagement aus?
Klingelhöller: Da der Informationszugriff keine Einbahnstraße ist, sind Möglichkeiten zur digitalen Dokumenterfassung über die Gerätekameras hilfreich. Auch das drahtlose Ausdrucken von Dokumenten, oder sie in anderen Anwendungen öffnen zu können, gehört zu den wünschenswerten Features. Ganz vorne auf der Liste stehen auch
Sicherheitsfunktionen, die möglichst hohen Schutz mitbringen und nur wenige Maßnahmen vom Anwender verlangen.
Wo lauern die Gefahren beim Arbeiten mit einer App?
Klingelhöller: Grundsätzlich gelten für das mobile Arbeiten die gleichen hohen Sicherheitsanforderungen, wie am Büro-PC. Eine gute Security Policy betrachtet mobile Geräte als Bestandteil einer gesamten Sicherheitsarchitektur. Bringen diese von Haus aus viele Sicherheitsfeatures mit und wird für eine Verschlüsselung gesorgt, die vor unberechtigten Zugriff schützt, ist das mobile Arbeiten kaum gefährlicher, als eine E-Mail zu schicken.
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